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ARZ Aktuell


28.06.2016EBPmg - Die digitale Zukunft ist agil

Bereits zu Beginn des Umsetzungsprojektes erkannte man, dass das klassische Projektmanagement bei diesem Projekt an seine Grenzen stößt. So war die Zeitspanne zwischen Detailspezifikation der Anforderung und Bereitstellung der Module in der klassischen Abnahmephase (V-Stage Phase) viel zu lang. Dadurch kam es bei der Abnahme zu einem erhöhten Änderungsbedarf, was wiederum einen hohen Aufwand verursachte. Darüber hinaus konnten notwendige Änderungswünsche, die sich aufgrund des Feedbacks vom Markt ergaben, oft nur mehr schwer integriert werden.

Deshalb entschloss man sich Ende letzten Jahres, im EBPmg Projekt ein für das ARZ adaptiertes SCRUM einzuführen, um den Projektanforderungen gerecht zu werden. Herzstück des neuen Projektvorgehens ist die gesamtheitliche Integration eines agilen Vorgehens von der Anforderung der Banken bis zur Bereitstellung der Features.

Damit nimmt das Projektteam durch die Reihung der einzelnen „user stories“ direkten Einfluss auf die Entwicklungsabfolge im ARZ. In den Projektteamsitzungen werden die wichtigeren Punkte vorgereiht und zusammen priorisiert, womit „just in time“ auf neue Markt gegebenheiten sofort reagiert werden kann.

In zweiwöchigen Entwicklungssprints werden im ARZ in vier autarken Entwicklungsteams parallel kleine „shippable products“ (also einsetzbare vollgetestete Funktionsfeatures) entwickelt. Diese werden dann in den sogenannten Sprint Reviews (auch Testheadquarter) mit den Banken abgestimmt und in einer permanenten Testumgebung bereitgestellt. Damit ist gewährleistet, dass ein frühes und häufiges Feedback beim Entstehen des Systems möglich ist.

Befürchtungen, dass die Qualität der Software bei diesem Vorgehen leidet, sind dabei völlig unbegründet. Denn die Features in den „shippable products“ müssen den hohen, intern definierten technischen und fachlichen Qualitätskriterien entsprechen, die in der sogenannten Definition of Done (DoD) niedergeschrieben sind. Nur dann kommen sie in eine Integrationsumgebung weiter.

Dort warten dann automatische Regressionstests auf die neuen Programmstücke. „Ein hoher Automatisierungsgrad der Entwicklungstests ist in der agilen Welt eine Grundbedingung und einer der Schlüsselfaktoren zum Erfolg“, weiß auch Marcus Nitsch (Leiter TestCenter – AZTEC).

Der „proof of concept“ für das neue Vorgehensmodell mit kleinen „shippable products“ wurde im Projekt erstmals mit der Anforderung des „Goldfingers“, also dem Autorisieren mittels Fingerprint in der Quickcheck App, realisiert. „Bereits beim auf die Projektteamsitzung folgenden Sprint Review konnten wir den Goldfinger testen, nachjustieren und innerhalb von nur vier Wochen von der Idee zur Produktionsreife bringen. Das nenne ich zeitgemäße, agile Softwareentwicklung der Zukunft“, erzählt Helga Grünbichler begeistert (Volksbank Wien, Projektteammitglied und Mitglied des EBPmg Lenkungsausschusses).

Als letzter Prozessschritt im agilen Softwareenwicklungsprozess gilt das institutionalisierte Continuous Delivery – also der schnelle geregelte Produktionseinsatz außerhalb der Releasezyklen. Dafür müssen noch einige Vorarbeiten erbracht werden, aber spätestens Ende des Jahres soll das schon Realität sein. „So müssen die Datenbankänderungen in kurzen Zyklen möglichst unterbrechungsfrei in Produktion gebracht werden können. Das geht nur, wenn gewisse Grundvoraussetzungen, wie zum Beispiel dynamisches SQL, erfüllt sind“, so Peter Plattner, der Leiter der Abteilung Daten- und Informationsmanagement. Im Changemanagementprozess muss ein agiler Change eingeführt werden, um die hohen Anforderungen an unsere ITIL-konformen Prozesse aufrechterhalten zu können.

Bei einem so schnellen Vorgehen gilt die „featurebasierte Aktivierung“ der einzelnen Funktionen als weitere fachliche Voraussetzung. Damit kann jede Bank entscheiden, ob sie neu hinzugekommene Funktionsblöcke dem Endkunden zur Verfügung stellen möchte.

„Der agile Softwareentwicklungsprozess ist die Basis und einer der wichtigsten Bausteine für das strategische Projekt Digitalisierung & Vertriebsunterstützung. Nur durch eine wendige und agile Bereitstellung von Software können die Herausforderungen und Marktanforderungen der Zukunft gemeistert werden“, so Rafael Wariwoda, Geschäftsführer des ARZ.  

Alexander Pittl,
SGL WebF@ctory

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